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Excel 2010 AddIn findet app.config nicht

Alle Unit-Tests in der Entwicklungsumgebung laufen positiv, doch wenn das AddIn in Excel 2010 geladen ist, funktioniert die Datenbankverbindung nicht. Nach längerer Suche konnte ich feststellen: das AddIn findet einfach die Einstellungen der app.config nicht – und zwar, obwohl sie in Gestalt der .dll.config im Debug- bzw Release-Ordner bereitgestellt sind. Eine Lösung des Problems fand ich auf einer der MSDN-Seiten.

Man kann den Connection-String über das ConfigurationManager-Objekt laden. Dann funktioniert es. Wozu auch immer es dann eine Konfigurationsdatei gibt, weiß wohl allein Microsoft.

Faster, Pussicat, faster!

Notebooks mit SSDs sind pfeilschnell, das kann man jetzt immer öfter auch vorgeführt bekommen von Freunden und Bekannten, die solche Dinger bereits ihr eigen nennen. Schaut man aber mal auf die Ausstattungsmerkmale, wird schnell klar, dass man eigentlich mit den erschwinglichen 256 GB eher nicht auskommt. Gehäuse, die mit 2 Platten zu Rande kommen, sind erhältlich, auch in Standardbestückung schon mit SSD und HDD, aber weit jenseits von 15 Zoll. Diese Dinger will man dann nicht mehr dauernd rumschleppen müssen.

Eine Lösung bietet sich da für das mittlere Größensegment an: Tausch der Optical Disc gegen eine SSD. Bei Tom’s Hardware gibt es die detaillierte Anleitung dazu. Das macht echt Sinn!

Besser als jedes iTunes

Wenn es um den Zugriff aufs Handy geht, ist Offenheit angesagt. Es ist nicht einzusehen, warum man etwas kauft, das man dann nur eingeschränkt nutzen kann, weil irgendjemand in Cupertino oder sonst wo auf der Welt etwas dagegen hat. Wenn man ein Handy einfach anstecken und benutzen kann, wie man will, ist das der wünschenswerte Idealzustand. Schließlich trägt man in der Regel eine Menge Speicherkapazität mit sich rum, worauf man gerne Musik oder einfach nur Dateien gespeichert und problemlos im Zugriff hätte, man hat Fotos geschossen, die man auch anderswo brauchen kann.

Apples iPhone fällt da in allen Varianten negativ aus dem Rahmen. Klar gibt es irgendwelche Workarounds für fast alles, auch das notorische iTunes unterstützt das eine oder andere Anliegen. Leider aber ist iTunes wenig praktikabel, weil man es zuallererst updaten muss, egal, wann man es aufdreht. gut, man muss nicht, aber es ist vorwiegend lästig.

Die Androiden sind da schon offener, wenngleich manche Hersteller allzu gern von Apple lernen: mein Samsung Galaxy S II ist da leider keine Ausnahme. Wenn ich es per Kabel ans Notebook stecke, erweist es mir fast jeden Dienst ohne langes Zinnobern. Aber man will sich ja nicht andauern verschlauchen müssen…

Die Lösung heisst AirDroid und stellt auf dem Androiden einen Server zur Verfügung, den man über WLAN mit dem Browser erreichen kann. Die von dort gestartete Applikation bietet vollen Zugriff auf so ziemlich alles und das in wirklich komfortabler Weise!

Back with Ubuntu – finally

Es ist eine Reise von hier nach dort und wieder zurück: mit Unity hat Ubuntu sich selber und seinen Nutzern keinen guten Dienst erwiesen. Die Oberfläche ist simpel, vielleicht tauglich für irgendwelche Kühlschränke und Bratfpannen, aber zu eingeschränkt für etwas, das einen programmierbaren Mikroprozessor, etwas Speicher und ein Display jenseits von eineinhalb Zoll hat. Für die ernsthafte Arbeit auf einem PC oder Notebook ist Unity nicht einmal Anfängern zumutbar.

Bis vor kurzem war auch Gnome 3 nicht hinreichend stabil, doch das Ausweichen auf LinuxMint bedeutet eine gewisse Gefangenschaft in der alten Gnome 2-Welt. Dass allerneueste LinuxMint 12 geht den Weg, die Funktionalitäten von Gnome 2 auf Gnome 3 zu portieren, was zumindest mittelfristig ein Wenig wie eine Sackgasse anmutet, kurzfristig aber noch weniger ausgereift ist als es die Basis Gnome 3 ohnehin noch ist.

Mit Ubuntu 11.10 ist zwar Gnome 3 nicht mehr von vornherein an Bord, doch ganz einfach nachzuinstallieren:
audo apt-get install gnome-shell

Beim nächsten Anmelden steht dann im Kontextmenü bei der Passworteingabe auch GNOME als Option zur Verfügung. Das unsinnige Unity-Zeug kann man dann ganz einfach restlos entfernen mittels
sudo apt-get remove unity
sudo apt-get autoremove

Nun ist der Gnome 3-Desktop ja auch noch nicht der Weisheit letzter Schluss – selbst wenn man sich eine Weile ehrlich bemüht, seine Arbeitsweise anzupassen, stellt sich doch heraus, das vielerlei Funktionen einfach fehlen.

Zuerst einmal die arg reduzierten Einstellmöglichkeiten… Dem ist jedoch mit dem Gnome-Tweak-Tool abzuhelfen:
sudo apt-get install gnome-tweak-tool

Unter “Spezielle Einstellungen” ist es dann abrufbar.

Schwerer wiegt schon, dass das Bedienungskonzept von Gnome 3 eine Arbeitsweise voraussetzt, die nicht jedermanns Sache ist und auch nicht in jede Situation passt. User Interfaces sollten sich den Benutzern anpassen und nicht von ihnen verlangen, sich zu verbiegen. Da aber Gnome 3 einige durchaus wegweisende neue Konzepte beinhaltet, ist der gangbare Weg wohl der einer Anpassung dessen, was da ist, so weit es geht.

Die Installation einiger vom LinuxMint-Projekt entwickelter Erweiterungen zur Gnome 3-Shell beschreibt HOWTOFORGE in einer zweiteiligen Anleitung – die Punkte auf der ersten Seite sind absolut anzuempfehlen, ob man aber den weiteren Schritt gehen möchte, die LinuxMint-eigene Portierung von Gnome 2 auf Gnome 3 namens Mate auch zu wollen, sei jedem selbst überlassen. Die MGSE[1] sind auf jeden Fall notwendig. Danke, Mint-Projekt!

Auch Synapse – aufrufbar mit CTRL-Space – ist unverzichtbar für flüssiges Arbeiten:
sudo apt-get install synapse

Und schließlich Guake, die per Hotkey ausklappbare Konsole:
sudo apt-get install guake

Einige weitere Lästigkeiten beheben

  • Einen guten Tipp, wie man die Entfernen-Taste im Dateimanager Nautilus wieder wie gewohnt zum Werkeln kriegt, gibt es hier – oder auch etwas weiter unten in diesem Post.
  • Die dämlichen Overlay-Scrollbars können natürlich auch entfernt werden, genauso wie das Mono-Framework – soferne man nicht grade Tools im Einsatz hat, die darauf aufbauen.
  • Dinge wie MP3, Flash usw. gehen durch Installieren des Pakets ubuntu-restricted-extras.
  • Sollte es Schwierigkeiten mit der Verwendung der Tastenkombination Ctrl-V im Dateimanager Nautilus geben, hilt eine kleine Änderung in der Datei ~/.gnome2/accels/nautilus: Vor der Zeile /ClipboardActions/Paste" "v" den Strichpunkt entfernen – desgleichen vor (gtk_accel_path "/DirViewActions/Trash" "Delete"): damit kann gleichfalls die Entfernen-Taste für das einfache Löschung im Dateimanager Nautilus wieder aktiviert werden.

Weitere interessante Informationen

  • Ebenfalls sehr gut, weil ähnlich dem, was man von Gnome2 gewohnt ist: die Places and Bookmarks Extension.
  • Brauchbare Gnome Shell Extensions listet Ubuntuusers auf.
  • Wie erstellt man Application Launcher?
  • Die Einstellung, die ehemals “Bevorzugte Anwendungen” hieß, um die Vorgaben für Email, Browser, Kalender usw. einzustellen, findet sich nunmehr: rechts oben auf den Ausschalter -> Systemeinstellungen -> Systeminformationen -> Vorgabe-Anwendungen.
  • Um auf dem Desktop einen Starter anzulegen, muss erstens die Option “FileManager handles Desktop” im gnome-tweak-tool aktiviert sein, zweitens gibt es hier eine Anleitung, wie über nautlius-scripts der Menüeintrag hergestellt werden kann.
Fußnoten    (↑ returns to text)
  1. Mint GNOME Shell Extensions

Übersicht im Zugriffsdschungel

Es ist ein ziemliches Durcheinander, was da an permissions so vergeben wird, wenn man sich halbwegs aktiv durch die schöne neue Welt der Social Media bewegt. Nicht alle, die sich da einklinken wollen, sind friedlich, nicht alle möchte man so auch zulassen, manche Programmierer bedienen sich unnötigerweise mit Erlaubnissen, die ihre Apps gar nicht wirklich brauchen.

Übersicht ist nur schwer zu halten, wenn gar überhaupt zu erlangen, solche Funktionen werden, wenn sie denn vorhanden sind, für gewöhnlich gut versteckt. Hilfe stellt da ein Service zur Verfügung, der sich der Klarheit in Sachen persissions verschrieben hat.

Mittels ifttt, sogenannten If Then Actions, kann man festlegen, unter welchen Bedingungen man verständigt werden möchte, wenn sich irgendwo im Internet was tut, das die eigenen Interessen betrifft. Leider geht das nicht ganz so global, wie manche sich das jetzt wünschen würden – aber einige der notorischen Datensammler und Spionierer unter den Services, die wir gern und häufig nutzen, lassen sich damit gut überwachen.

Näheres auf mypermissions.org.

Pimp my Google – in Firefox 5

Der neue beschleunigte Mozilla Release Zyklus bringt nicht nur Vorteile – neueste Entwicklungen schneller auf den Desktop – sondern leider auch plötzliche Änderungen, die fast schon das Niveau von Microsofts hinterhältigen Attacken per Update erreichen. Dieser Tage haben Ubuntu/LinuxMint Firefox auf die Version 5 hochgezogen, mit dem Effekt, dass einige meiner häufigst verwendeten Addons – hoffentlich temporär – nicht mehr funktionieren.

Zudem werde ich zu einer Änderung meiner Verhaltensweisen gezwungen, die ich so eigentlich gar nicht haben will: ich nutze bisher für alle Suchvorgänge die Search Bar – und nicht die Address Bar – mit einer Reihe spezieller Search Engines. So weit so gut – nun ist aber die Google Search Engine aus der Liste verschwunden.

Klar, ich kann ja die Address Bar benutzen. Es macht aber für mich absolut keinen Sinn, wenn ich das eine links und das andere rechts eingeben soll, je nachdem, ob ich Google oder eine anderen Dienst verwenden will…

Zum Glück gibt es bei Mycroft die passenden vorkonfigurierten Search Engines, sowie eine Unzahl weitere nützliche Definitionen.

Eine weitere Anpassung ist nötig: die Default Search Engine ist google.com: auf der Seite abount:config kann unter keyword.url ein String in der Form http://www.google.at/search?num=100&hl=de&newwindow=1&safe=off&hs=cHi&channel=fs&q= eingegeben werden. Dann nutzt Firefox gleich die richtige Länder-Variante.

Momentan experimentiere ich mit einigen AddOns zur Bewältigung der Unmengen irrelevanter Suchergebnisse, die Google liefert: deeper web mit seiner Cloud von häufigen Begriffen aus der Suche, die man mit nur einem Klick forcieren oder ausschliessen kann, macht auf den ersten Blick Sinn; mal sehen, wie sich das bewährt. Dasselbe geht mit ganzen Phrasen, Sites oder sogar Top-Level-Domains. Auch getrennte Listen für Wikipedia, Answers u.a. schauen gut und brauchbar aus.

Alternativ könnte man auch SortFix einsetzen, doch die Gestaltung der Nutzeroberfläche mittels Flash ist ein Weg in die falsche Richtung: ich nutze nicht umsonst Flashblock, um all diese bunten, beweglichen aber vollkommen unnützen Dinge eben nicht auf meinen Seiten zu haben.

Eine Erweiterung, die das persistente Ausschließen von Sites aus meinen Suchvorgängen ermöglichte, erschiene mir momentan als eine erstrebenswerte Option, habe aber noch nichts gefunden.

Ubunt/LinuxMint Treiber für Canon Drucker (MX320)

Neueste Drucker sind unter Linux nicht immer problemlos zu installieren, nicht mal wenn der Hersteller Treiberpackages anbietet. Im Falle von Canon ist das ein persistentes Leiden.

Gründlich Abhilfe hat UbuntuBuzz geschaffen: hier gibt es vorgefertigte Packages in einem eigenen Repository… Das klappt ohne weitere Kopfschmerzen!

Eclipse mit Apache Tomcat 6 unter Ubuntu

Nach dem Installieren aus den Repositories ist Apache Tomcat 6 in Ubuntu zwar zu starten, kann aber von Eclipse nicht zugegriffen werden. Die Lösung liegt in einer Eigenheit der Pfadvergabe bei Ubuntu.

Dieses kurze Tutorial hat mir anstandslos weitergeholfen.

Falls nötig, kann man die Port-Nummern in /etc/tomcat6/server.xml anpassen, falls 8005 und/oder 8080 bereits anderweitig vergeben sind.

Linuxmint 11 ‘Katya’ ist da

Seit gestern irgendwann steht das brandneue Linuxmint 11 ‘Katya’ zum Download bereit. Und es lässt sich effizient und schnell auf die Festplatte installieren. Entgegen manchen Ankündigungen – Abteilung Ungeduld – hat Linuxmint 11 keinen GNOME3 an Bord, nach wie vor GNOME2. Aber das ist für den Moment auch gut so. Die Produktivität all dieser Neuerungen steht zum Teil noch sehr in den Sternen.

Bei den Applikationen hat Linuxmint 11 aktuellstes Material an Bord: LibreOffice statt OpenOffice, Firefox und Thunderbird in neuesten Versionen.

Ein paar Anpassungen hat das System aber dennoch nötig.

Overlay Scrollbars
Eine der dämlichsten Neuerungen bei Ubuntu 11.04, abgesehen von Unity – anstelle der gewohnten Scrollbars ist gar nichts mehr da, erst wenn man suchend mit der Maus rumfummelt, erscheint dann irgendwo das Overlay. Ganz und gar nicht praktisch – vor allem haben manche Fenster die gewohnten alten Scrollbars, andere wieder nicht. Aber der Effekt ist einfach und radikal abzudrehen:
sudo apt-get remove overlay-scrollbar liboverlay-scrollbar-0.1-0
Nach dem Neustart ist der Unsinn dann definitiv Geschichte.

Mono-Framework
Auch das überflüssige Mono-Framework ist wieder standardmäßig mit dabei: ist aber ganz leicht zu deinstallieren.

Ein Fehlerteufel für Datenbankentwickler

Manche Lösung eines Problems lässt sich rasch implementieren und behebt, was grade stört oder setzt um, was grade sein muss. Ob diese Umsetzungen dann auch zukunftsträchtig sind, welchen Overhead sie nach sich ziehen oder welche Auswirkungen sie bis in die zugreifenden Applikationen hinein haben, steht oft nicht so sehr im Mittelpunkt des Interesses.

Fehler, die typischerweise gemacht werden aber nicht auftreten sollten, werden Anti-Patterns genannt. Bill Karwin hat mit SQL Antipatterns: Avoiding the Pitfalls of Database Programming ein Buch über die meisten dieser Fehler vorgelegt:

Neben Lösungen für das Design von Trees, Multicolumn Attributes oder die optimale Anwendung von Indexes beschäftigt sich das Buch auch mit typischen Mängeln in Abfragen:

  • Umgang mit NULL-Werten
  • Komplexere Aufgaben mit Groups
  • Zufallsauswahlen
  • Suchfunktionen
  • Spaghetti-Query
  • Implizite Spalten

Auch applikationsseitig gibt es solche Anti-Patterns: die Absicherung gegen SQL Injection ist davon nur eines der bekanntesten, das auch andernorts häufig behandelt wird, gleichfalls das allzu unsichere Speichern von Passwords. In eine andere Kategorie fallen fehlende IDs oder überhaupt Methoden, zuverlässig gültige IDs für neue Datensätze zu vergeben.

Im Anhang fasst Bill Karwin seine Regeln für die Normalisierung knapp und konzise zusammen – das ersetzt so manches umfangreichere Werk allein darüber.

In seinem Blog Keeping It Simple gibt es laufend weitere exzellente Tipps und Darstellungen.